Die CDU-Fraktion Neuhof lud zur Ortsbegehung in Hauswurz. - Fotos: CDU Neuhof

NEUHOF Ortsbegehung der CDU-Fraktion

Im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern in Hauswurz

02.05.22 - Bei regelmäßigen Ortsbegehungen möchte die CDU-Fraktion Neuhof mit den Bürgerinnen und Bürgern der jeweiligen Ortschaft ins Gespräch zu kommen. Kürzlich fand eine Begehung in Hauswurz statt. Zahlreiche Interessierte hatten sich am Hauswurzer Mehrgenerationenhaus eingefunden, um bei einer Ortsbegehung all jene Themen in den Blick zu nehmen, welche die Ortschaft mit ihren etwas mehr als 900 Einwohnern derzeit bewegen. Ortsvorsteher Timo Leinweber, der das Programm geplant hatte, führte durch den Ort.

Zunächst ging es über die Brandloser Straße zum Neubaugebiet "An den Eichen", für dessen Erschließung derzeit die Ausschreibungen laufen. Zwischen der früheren Landstraße nach Brandlos und der Spatzenhofstraße sollen hier insgesamt 20 bis 25 Bauplätze von je zwischen 600 und 800 qm entstehen. Wie Bürgermeister Heiko Stolz (CDU) erläuterte, soll mit den Erschließungsarbeiten im 3. Quartal 2022 begonnen werden; der Straßenbau ist dann für die erste Jahreshälfte 2023 geplant. Die Grundstücksvergabe soll erst nach Abschluss der Straßenbauarbeiten erfolgen, wenn die Grundstücke final vermessen wurden. Bei der Vergabe sollen infolge einer Anpassung des Vergabesystems bauwillige Bürgerinnen und Bürger direkt aus Hauswurz bevorzugt berücksichtigt werden.

Da kürzlich ein Investor angefragt hatte, auf direkt an das geplante Neubaugebiet angrenzenden Flächen eine Photovoltaikanlage auf bis zu 10 ha Fläche zu errichten, war hier bereits das nächste Gesprächsthema gefunden. Der Ortsbeirat Hauswurz ist in dieser Thematik gespalten; eine Abstimmung ergab 2 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Die Positionierung der Neuhofer CDU hingegen ist klar: mit dem Argument des Flächenverbrauchs, welcher ohnehin schon durch die Erschließung neuer Flächen für die Wohn- und Gewerbebebauung gegeben ist, lehnt sie die Errichtung von PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen ab. In Hauswurz ist zudem noch die Nähe zum geplanten Neubaugebiet ein Ausschlusskriterium. Die Neuhofer CDU möchte sich verstärkt dafür einsetzen, geeignete Dachflächen und versiegelte Flächen für PV-Anlagen zu nutzen.

Über die Kirchbergstraße und die Karlstraße, setzte sich die Ortsbegehung in Richtung Ortsmitte fort. Auf der Fläche einer ehemaligen Bushaltebucht, welche sich im Eigentum der Gemeinde befindet, könnte sich der Ortsbeirat Hauswurz die Ansiedlung eines tegut-teo-Marktes vorstellen. Der Standort befindet sich direkt an der Taufsteinstraße – also der Hauptstraße in Richtung Neuhof. Es haben bereits Gespräche mit tegut stattgefunden, wonach wohl die Einwohnerzahl von unter 1.000 die größte Hürde darstellen wird. Möglicherweise kann diese aber durch den hohen Durchgangsverkehr sowie durch kostengünstige Bereitstellung des Grundstücks durch die Gemeinde kompensiert werden. Grundsätzlich besteht in Hauswurz der Bedarf an einer Nahversorgung. Ins Auge gefasst wurde auch schon die Konzeption eines Bürgerladens, wobei hierfür natürlich viel ehrenamtliches Engagement gefordert wäre.

Mit kurzem Stopp am kürzlich umgestalteten Dorfplatz, entlang der Kemmete, über die ebenfalls erneuerte Fußgängerbrücke "Stegele", vorbei am vor einigen Jahren mit großem Erfolg reaktivierten Backhaus ging es schließlich weiter zum Bürgerhaus. Hier wurden konkret Beschädigungen am Dach angesprochen, welche nun möglichst zeitnah behoben werden sollen. Nächster Programmpunkt war das Kindergartengebäude, in dessen Kellergeschoss sich der Jugendraum befindet. Insgesamt gibt es hier einen Renovierungsstau. Wie Bürgermeister Heiko Stolz erläuterte, ist dieses Gebäude aber bereits im Klimaschutzkonzept der Gemeinde Neuhof bedacht, wonach hier in absehbarer Zeit eine energetische Sanierung angedacht ist. Thema war auch noch das derzeit leerstehende Dachgeschoss dieses Gebäudes, mit dessen Renovierung bereits mit viel ehrenamtlicher Leistung der Hauswurzer begonnen wurde. Ziel war es, diese Räumlichkeit für die bestehende Malteser-Jugendgruppe Hauswurz herzurichten und perspektivisch hier auch "First Responder" zu etablieren. Das Vorhaben scheiterte bislang an der Anforderung, eine zusätzliche Fluchttreppe zu schaffen. Die Bauabteilung der Gemeinde Neuhof wird sich nun mit diesem Thema neu auseinandersetzen.

Mit Grillwürstchen und Getränken endete die Ortsbegehung schließlich wieder am Mehrgenerationenhaus – dem ehemaligen Feuerwehrhaus, welches inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt für die Hauswurzer geworden ist und die im Ort nicht mehr vorhandene Gastronomie ersetzt. Ein gelungenes Projekt, welches wie viele weitere in Eigenleistung ausgeführten Maßnahmen von einem hohen Engagement und guten Miteinander der Bürgerinnen und Bürger in Hauswurz zeugt. (pm) +++


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