Von links nach rechts Bürgermeister Manfred Koch, Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll, Landrat Torsten Warnecke, AZV-Geschäftsführer Jörg Goßmann, stellv. Vorsitzender des AZV Werner David, Regierungspräsident Mark Weinmeister, Beatrice Geyer, RP Kassel, Mario Zier, RP Kassel und der Leiter des Entsorgungszentrums Jan-Niclas Heß - Foto: Andreas Lingner

BAD HERSFELD Vorstellung der Großprojekte

Besuch des Regierungspräsidenten Mark Weinmeister beim AZV

30.04.22 - Am Dienstag, den 26.04.2022, stand hoher Besuch beim Abfallwirtschafts-Zweckverband Landkreis Hersfeld-Rotenburg (AZV) an: Regierungspräsident Mark Weinmeister informierte sich auf Einladung des AZV über den Stand und die Planungen des AZV bezüglich der Entwicklung des Entsorgungszentrums. Begleitet von Frau Beatrice Geyer und Herrn Mario Zier vom Dezernat Abfallwirtschaft des Regierungspräsidiums in Bad Hersfeld, besichtigte der Regierungspräsident die Deponie, die Umladestation und andere Einrichtungen des Entsorgungszentrums.

Die Besucher wurden vom stellvertretenden AZV-Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dipl.-Ing. Werner David, begrüßt, der sich freute, dass der Einladung auch Landrat Torsten Warnecke, Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll, der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Bürgermeister Manfred Koch (Kirchheim), die Fraktionsvorsitzenden der AZV-Verbandsversammlung, die Mitglieder des AZV-Vorstandes und der Bürgermeister der Standortgemeinde Ludwigsau, Wilfried Hagemann, gefolgt waren.

AZV-Geschäftsführer Jörg Goßmann berichtete ausführlich – dem regnerischen Wetter geschuldet auf einer Busrundfahrt um das Deponiegelände – über die Besonderheiten des Entsorgungszentrums. Anschließend wurden die Themenbereiche im Bürgerhaus Friedlos im Rahmen eines Folienvortrages vertieft und konkretisiert:

Nach einem kurzen Abriss über Historie, Struktur und wirtschaftliche Situation des AZV referierte Werner David detailliert über die geplanten Projekte im Entsorgungszentrum.

Privaten und gewerblichen Kunden soll auch künftig eine ortsnahe und umweltgerechte Entsorgungsmöglichkeit für deponiefähige Abfälle (z.B. Bauschutt, Bodenaushub) auf dem Entsorgungszentrum angeboten werden. Dafür, und um die Deponie wirtschaftlich nutzen zu können, ist eine Erweiterung der Deponiefläche im Rahmen der bestehenden Genehmigung geplant. Die Deponie-Altbereiche werden zudem - wie gesetzlich vorgeschrieben - mit einem Oberflächenabdichtungssystem nach dem Stand der Technik abgedichtet und rekultiviert.

Die Vorbereitungen für die Deponieerweiterung laufen auf Hochtouren. Die geplante Ausschreibung ist für Mai 2022 vorgesehen. Mit einem geplanten zusätzlichen Ablagerungsvolumen von ca. 1,2 Mio. cbm ist eine Entsorgungssicherheit für die kommenden 25 Jahre gewährleistet. Beim Ausbau werden ökologisch wertvolle Bereiche berücksichtigt und geschont. Das gegenwärtig zu verfüllende Restvolumen beträgt noch ca. 115.000 cbm.

Baubeginn für die Oberflächenabdichtung des Deponie-Altbereiches ist in 2024 vorgesehen. Ein weiteres Projekt ist die Einführung eines digitalen Geoinformationssystems (GIS). Mithilfe des GIS werden u.a. verschiedene Betriebsabläufe (z. B. Betriebstagebuch, Nachweisführung) digitalisiert und geobasierte Bestandspläne erstellt.

Auch soll der in die Jahre gekommene Kleinanliefererplatz (Recyclinghof) im Entsorgungszentrum modernisiert und erweitert werden. Neben einem kundenfreundlichen Ausbau sollen auch sicherheitstechnische Verbesserungen für die Kundinnen und Kunden des AZV umgesetzt werden. Eine Machbarkeitsstudie ist bereits beauftragt.

Regierungspräsident Weinmeister, der sich gut vorbereitet zeigte und detaillierte Fachfragen stellte, sicherte weitere konstruktive Gespräche auf der fachlichen Ebene zwischen dem AZV und dem RP zu.

Sowohl der stellv. Vorstandsvorsitzende Werner David als auch Geschäftsführer Jörg Goßmann äußerten im Anschluss die Hoffnung, dass die Pläne des AZV, seitens des Regierungspräsidiums unbürokratisch und zeitnah geprüft und genehmigt werden.

Damit werde die Entsorgungssicherheit für den Landkreis angesichts knappen Deponievolumens in Hessen langfristig gesichert. Die Veranstaltung klang mit einem Imbiss, vorzüglich vorbereitet vom Restaurant "La Magica" des Bürgerhauses, aus und der Gast aus Kassel wurden mit einem ortsüblichen kulinarischen Gruß verabschiedet. (pm) +++


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